Wir alle tragen die Verantwortung, den Reichtum unserer Landschaft und Natur für uns und die nächsten Generationen zu erhalten.

Kurz gefasst

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Es ergibt keinen Sinn, Landwirtschaft nach bloßen Effizienzkriterien zu organisieren.

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Wir wollen gerechte Preise für die Erzeuger, weniger Verschwendung, gesunde Nahrung, Umweltschutz und die Förderung regionaler Wirtschaftskreisläufe.

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Wir können gemeinsam einen positiven Beitrag leisten, indem wir die Erzeugung, Verarbeitung und Vermarktung unserer Lebensmittel ein Stück weit selbst in die Hand nehmen.

Die Idee für noma entstand im Dezember 2019 mit einem Film und einer Frage. Der Film war „Zeit für Utopien“ von Kurt Langbein. Eine filmische Entdeckungsreise, die den Zuschauer auf inspirierende Art und Weise mit zu den Pionieren einer neuen Gesellschaft nimmt. Die Dokumentation zeigt verschiedene Nachhaltigkeits-Projekte, unter anderem eine alternative Art der Landwirtschaft wie sie seit 1986 in Südkorea erfolgreich betrieben wird: Hansalim.

Hansalim ist eine der größten Genossenschaften für Lebensmittel weltweit. Was als lokaler Zusammenschluss von Bauern begann, entwickelte sich zu einer Kooperative mit Ablegern überall in Südkorea. Heute zählen zu der Genossenschaft fast 2.500 landwirtschaftliche Betriebe und rund 650.000 Haushalte. Hansalim versorgt mehr als 1,5 Millionen Menschen mit regionalen Lebensmitteln. Bauern sollen für gesunde Lebensmittel sorgen, die Kunden sichern im Gegenzug deren Existenz – das ist bis heute der Grundgedanke. Beeindruckend! Ein Konzept, das seit Jahrzehnten funktioniert und aktueller denn je ist.

Denn die Art und Weise wie wir Nahrungsmittel produzieren und welche Lebensmittel wir konsumieren hat entscheidenden Einfluss auf unsere Umwelt, unser Klima und unsere Gesundheit. Die Art und Weise wie wir das heute in der Regel tun, wird jedoch nicht in der Lage sein, die Menschheit in Zukunft zu ernähren ohne gleichzeitig unsere Umwelt und unsere Lebensgrundlagen zu zerstören.

Wenn wir unsere Umwelt und unsere Gesundheit bewahren wollen, dann müssen wir jetzt umdenken. Mit Messer und Gabel stimmen wir jeden Tag ab, was wir essen wollen. Mit jeder Mahlzeit entscheiden wir, wie unsere Lebensmittel erzeugt werden. Wir alle können unseren Beitrag dazu leisten, verantwortungsvoll und nachhaltig mit unserer Umwelt und ihren Ressourcen umzugehen, um einen lebenswerten Planeten zu erhalten. Für uns, unsere Kinder und alle nachfolgenden Generationen.

Warum soll ein Konzept wie Hansalim nicht auch bei uns funktionieren?

Das war die Frage. Niemand – ob Laie oder Experte – konnte uns beantworten, warum es nicht funktionieren sollte. Wir haben noma gegründet, weil wir überzeugt sind, dass es geht.

noma wird weder die Welt retten noch den Klimawandel stoppen. Aber wir möchten zeigen, dass es auch bei uns eine Alternative zu der Lebensmittelerzeugung und -versorgung von heute gibt. Eine Alternative, die faire Preise und Wertschätzung für die Erzeuger bedeutet. Eine Alternative, die uns Verbrauchern gesunde, vielfältige und bezahlbare Nahrungsmittel aus der Region bietet. Eine Alternative, deren Ziel keine Gewinnmaximierung sondern eine Gesellschaft ist, die nachhaltig und respektvoll mit den Ressourcen unseres Planeten umgeht. Eine Gesellschaft, die Landwirtschaft und Lebensmittel wertschätzt.

Diana & Renaldo